



Chefarzt
Prof. Dr. Hans-Willi Maria Breuer Am 1. Januar 2011 übernimmt Prof. Dr. Breuer die Leitung der KIinik für Innere Medizin. Er löst damit Prof. Dr. Gerd Rettig-Stürmer ab, der über 20 Jahre die Abteilung leitete. Der neue Chefarzt, bundesweit anerkannter Mediziner mit Schwerpunkten in Kardiologie, Diabetologie, Pneumologie, Schlaf- und Sportmedizin, möchte gerade in der Präventivmedizin neue Schwerpunkte setzen.
Nach zahlreichen Jahren in Forschung und Entwicklung bei der Bayer AG wechselte Prof. Dr. Breuer als Chefarzt an das Malteser Krankenhaus St. Carolus. Nach 15-jähriger Tätigkeit wechselt er zum 1. Januar an das Krankenhaus Sulzbach. „Ich freue mich“, so Prof. Breuer, „vom äußersten Osten Deutschlands in den äußersten Westen zu gehen. Die Abteilung für Innere Medizin genießt auch überregional mit ihren zahlreichen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten einen guten Ruf. Sie stellt für mich eine neue Herausforderung dar“. Die bisher geführten Gespräche mit der Betriebsleitung und Mitarbeitern sowie die Freundlichkeit der Saarländer machen nach Aussagen Breuers ihm den Wechsel leicht. „In den ersten Wochen möchte ich mit vielen der niedergelassenen Kollegen sprechen, da das kooperative Miteinander ambulant und stationär wichtig für eine optimale Behandlung des Patienten ist“, erklärt Prof. Dr. Breuer und führt aus: „Die am Krankenhaus Sulzbach vorhandenen Fachabteilungen bieten eine gute Basis für eine umfassende und qualifizierte Patientenbetreuung. Ein besonderer Schwerpunkt des Interesses von Prof. Dr. Breuer liegt in der Gesundheitsvorsorge. Der Ausspruch Max von Pettenkofers "Die Kunst zu heilen kann viele Leiden lindern, doch schöner ist die Kunst, die es versteht, die Krankheit am Entstehen schon zu hindern" beschreibt den von Prof. Dr. Breuer sich als Maxime gesetzten Anspruch.
Prof. Dr. Breuer - ein Familienmensch
Der neue Chefarzt der Inneren Medizin ist verheiratet mit der Ärztin Dr. Birgit R. Fischbach-Breuer. Sie betreibt eine eigene Praxis und ist als Fachärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für psychotherapeutische Medizin mit den Zusatzbezeichnungen Psychotherapie und Psychoanalyse tätig. Beide haben eine 25-jährige Tochter und einen 18-jährigen Sohn, der 2011 in Sachsen Abitur macht. Hobbys von Prof. Dr. Breuer sind Joggen, Motorradfahren, Jagd und hören von klassischer Musik.
Die Historie - ein Leben für die Innere Medizin
Prof. Dr. Hans-Willi Maria Breuer wurde in Eschweiler bei Aachen geboren. Nach der Bundeswehr nahm er 1972 das Studium der Humanmedizin an der Universität Düsseldorf auf. Bereits mit 21 Jahren beendete er seine Promotionsarbeit in der Humangenetik. Während seines Studiums besuchte er für mehrere Monate am Ludwig Boltzmann Institut für Akupunktur in Wien eine entsprechende Ausbildung, die er 1977 mit Diplom abschloss.
Nach dem Studium arbeitete er 2 Jahre als Wissenschaftlicher Assistent in der Medizinischen Klinik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wechselte danach an das Institut für Experimentelle Chirurgie der Universität Düsseldorf. Dort arbeitete er beispielsweise an der Kunstherzentwicklung mit und wechselte 1982 als Wissenschaftlicher Assistent ins Universitätsklinikum Düsseldorf.
Leiter der weltweiten Herz-Kreislauf-Forschung bei der Bayer AG
In den folgenden Jahren wurde er Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie. Neben seiner klinischen Arbeit engagierte er sich intensiv im sportlichen Sektor und sicherte sich 1989 das Diplom des Deutschen Sportärztebundes und der Zusatzbezeichnung Sportmedizin. Im gleichen Jahr trat er in die Bayer AG als Klinischer Projektleiter ein. 2 Jahre später übernahm er die Herz-Kreislaufforschung und stieg zum Leiter der weltweiten Klinischen Forschung in den „Regions of the World“ (Osteuropa, Südamerika, Afrika, Asien, Australien und Neuseeland) auf. In dieser Zeit war Prof. Dr Breuer mit regionalen Koordinationszentren in Mexiko City und Singapur bzw. medizinischen Departments in Kapstadt und Sidney für 140 akademische Mitarbeiter zuständig und erhielt 1995 die Prokura. Während seiner Zeit bei Bayer setzte er seine Forschungen zur Belastungsregulation an der Universität Essen und am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr fort und habilitierte 1994 im Fach „Pathophysiologie“. Darunter versteht man, wie der Körper im kranken Zustand abweichend funktioniert und welche Funktionsmechanismen zu der krankhaften Veränderung führen.
Zurück zur Arbeit an und mit dem Patient
„Da mir einfach die Arbeit an und mit dem Patienten gefehlt hat, habe ich 1995 die Bayer AG verlassen und die Aufgabe als Chefarzt am St. Carolus Krankenhaus in Görlitz / Sachsen angenommen“, erklärt Prof. Breuer und ergänzt: „Vor allem die Mitarbeit an neuen Strukturen hat mir besonders viel Spaß gemacht.“ Neben der Inneren Medizin leitete Prof. Dr. Breuer auch die Röntgenabteilung, das Labor, die Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie. Er etablierte eine Abteilung für Diabetologie, ein Schlaflabor und eine Palliativstation. Von 1997 bis 2004 war er Ärztlicher Leiter des Krankenhauses und wurde 2000 zum Professor der Technischen Universität Dresden ernannt.
Umfangreiches Spektrum an Kenntnissen
Besonders intensiv beschäftigte sich Prof. Dr. Breuer mit Akupunktur, Diabetologie, Notfall-, Palliativ- und Schlafmedizin. Fachliche Kenntnisse hat er für Internistische Röntgendiagnostik und Ultraschalldiagnostik. Er ist ermächtigt, Mediziner in den Bereichen Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Pneumologie, Diabetologie und Schlafmedizin weiter zu bilden. Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin kümmerte er sich um die Aufnahme neuer Schlaflabore. In all seinen Tätigkeiten war Prof. Dr. Breuer sowohl mit Publikationen und Vorträgen präsent. Sein besonderes Interesse an der aktiven Einbeziehung des Patienten in den therapeutischen Prozess zeigt sich in seinem 2008 erschienenen Buch „Mit dem Arzt auf Augenhöhe“.